Bewegung wieder lernen

Neurologische Krankengymnastik

Bei neurologischen Erkrankungen begleiten wir Sie mit Geduld und Fachwissen auf dem Weg zurück zu mehr Bewegungsfreiheit und Selbstständigkeit.

Illustration zur Neurologische Krankengymnastik

Was ist diese Behandlung?

Neurologische Krankengymnastik richtet sich an Menschen mit Erkrankungen des Nervensystems. Ziel ist es, Bewegungsabläufe zu üben, Koordination zu verbessern, die Balance zu fördern und den Alltag wieder selbstständiger zu gestalten. Die Therapie erfolgt individuell und berücksichtigt kognitive wie motorische Fähigkeiten.

Für wen kann die Therapie geeignet sein?

Die Neurologische Krankengymnastik kann unter anderem für folgende Beschwerdebilder oder Ziele sinnvoll sein. Eine individuelle Abklärung ist stets wichtig:

  • Menschen nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma
  • Patienten mit Parkinson, Multiple Sklerose oder vergleichbaren Erkrankungen
  • Menschen mit Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen
  • Alle, die nach einer neurologischen Erkrankung ihre Bewegungsfähigkeit verbessern möchten

Wie läuft eine Behandlung ab?

Der Ablauf einer Sitzung kann je nach Beschwerde variieren. Ein typischer Behandlungsverlauf könnte so aussehen:

  1. Individuelle Zielfindung

    Gemeinsam mit Ihnen definieren wir konkrete, für Sie relevante Therapieziele – vom Aufstehen bis zur Alltagsbewegung.

  2. Bewegungsanalyse

    Wir schauen uns an, welche Bewegungen funktionieren und wo Kompensationen oder Hilfestellungen nötig sind.

  3. Situationsnahes Üben

    Sie üben typische Bewegungsabläufe wie Sitzen, Stehen, Gehen oder Greifen in einem geschützten Rahmen.

  4. Angehörige einbeziehen

    Wenn gewünscht, zeigen wir Angehörigen, wie sie im Alltag sicher unterstützen können.

Persönliche Gespräche sind uns wichtig

Wir passen jede Behandlung Ihrem aktuellen Befinden, Ihren Zielen und Ihrem Tempo an. Fragen und Rückmeldungen sind jederzeit willkommen.

Was bedeutet das konkret für Patienten?

Für Sie als Patient bedeutet die Therapie:

  • Sie erleben eine geduldige, wertschätzende Begleitung ohne Leistungsdruck.
  • Die Übungen orientieren sich an Ihren persönlichen Alltagszielen.
  • Sie können Fortschritte in kleinen, spürbaren Schritten erleben.
  • Sicherheit steht an erster Stelle – wir arbeiten nur im für Sie passenden Tempo.

Was bedeutet die Therapie für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten?

Neurologische Krankengymnastik erfordert spezialisiertes Wissen über Neuroanatomie, Krankheitsbilder und rehabilitative Behandlungskonzepte. Die Therapeutin oder der Therapeut muss Bewegungsabläufe präzise analysieren, Hilfestellungen dosieren und Therapieziele realistisch setzen können. Große Empathie, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, Angehörige mit einzubeziehen, gehören ebenso dazu.

Die Rolle im Praxiskonzept

Die neurologische Krankengymnastie ergänzt unser Praxiskonzept dort, wo das Nervensystem die Bewegung beeinträchtigt. Sie wird oft in Abstimmung mit ärztlichen und therapeutischen Fachdisziplinen durchgeführt und kann mit der klassischen Krankengymnastik sowie Atemtherapie kombiniert werden.

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Fragen und Antworten zur Neurologische Krankengymnastik

Nein, sie ist bei vielen neurologischen Erkrankungen hilfreich, darunter Parkinson, Multiple Sklerose und Gleichgewichtsstörungen.
Ja, das ist sogar oft wünschenswert, damit Unterstützung im Alltag sicher und sinnvoll erfolgt.
Das ist sehr individuell und hängt von der Erkrankung, dem Verlauf und Ihren persönlichen Ressourcen ab.
Bei ärztlicher Verordnung ist eine Übernahme oft möglich. Die genauen Regelungen klären wir mit Ihnen.
Nein. Wir stellen alles bereit, was für die Therapie nötig ist, und passen die Übungen an Ihre Möglichkeiten an.

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